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Velourstoffe bieten angenehmen Hautkontakt mit attraktiver Optik

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Velourstoffe bestehen aus nach oben offenen Fasern. In textilen und synthetischen Geweben werden die Schlingen aufgeschnitten. Bei Veloursleder handelt es sich um eine aufgeraute Oberfläche. Die Fasern bewegen und legen sich entsprechend mechanischer Berührung. So entsteht der typische sich ändernde weiche Oberflächeneffekt, wenn Sie über Velours streichen.

Oberflächen aus Velours fühlen sich auf Ihrer Haut besonders weich an. Dafür sorgen einzeln nach oben stehende Fasern. Durch Berührung lassen sie sich in mehrere Richtungen "kämmen". Beim Überstreichen fühlen Sie Weichheit, die aus der Elastizität und Beweglichkeit der Fasern entsteht. Optisch verändert sich durch die Strichrichtung der Farbton. Die Fasern "werfen" Schatten und erzeugen dunklere und hellere Flächen, je nach Faserausrichtungen. Dieser Effekt wird bei gewebten Stoffen aus Kunst- oder Naturfasern durch einen dritten Faden erzeugt. Veloursleder erhält die gleichen Eigenschaften durch Aufrauen, was die beweglichen und nach oben stehenden Fasern bildet.

Gewebeaufbau und Herstellung

Jedes Gewebe besteht aus zwei rechtwinklig zueinander verlaufenden Webfäden. Aus Kette und Schuss besteht die netzförmige Struktur des Gewebes. Da der Halt beim Aufschneiden der Faserschlingen erhalten werden muss, wird für Veloursgewebe ein dritter Faden eingewebt. Der sogenannte Polfaden befestigt die Schlingen im Gewebe, die anschließend aufgeschnitten werden können. Die Schlingenlänge entscheidet darüber, als wie weich Sie den Velours empfinden. Je länger die Schlingen sind, desto stärker können sie sich "hinlegen". Diese Flortiefe ist auch für die Intensität des optischen Schattenwurfs verantwortlich. Bei Veloursleder wird der gleiche Effekt, allerdings in der Florlänge eingeschränkter, durch Aufrauen der Oberfläche erzeugt.

Chenille, Plüsch, Samt und Velours

Die französische Bezeichnung Velours wird ins Deutsche mit Samt übersetzt. Die Übersetzung ist teilweise richtig. Bei Samt handelt es sich um eine Unterart des Velours mit kurzem Flor. Die wenige Millimeter langen Schlingen und Fasern erreichen nicht die Weichheit von längeren Varianten. Die längsten Fasern bilden den weichsten Plüsch. Veloursleder ist ähnlich wie Samt auf wenige Millimeter Flortiefe beschränkt. Bei Chenille handelt es sich um Verloursgewebe, bei dem das spezielle Chenillegarn als Schuss verwendet wird. Das haarig wirkende Garn erhöht Ihr weiches Berührungsgefühl.

Eigenschaften und Verwendung

Die unterschiedlichen Veloursarten und Veloursleder sind als Bezugsstoff für Sitzmöbel und als Wäschegewebe beliebt. Für Sessel und Sofas wird kurzer Flor gewählt, der eine größere Haltbarkeit und Widerstandskraft besitzt als Plüsch. Kurzfloriger Velours aus Kunstfasern ist in vielen öffentlichen Verkehrsmitteln als Sitzbezug verbreitet. Bei Bettwäsche und Handtücher finden Sie plüschige Langflorvarianten, besonders gerne mit dem besonders weichen Chenillegarn gewebt. Gardinen, Teppiche, Tischdecken und Vorhänge sind ebenfalls in Veloursausführungen erhältlich. Mit Samttapeten schaffen Sie eine einzigartige und "plüschig" wirkende Wohnatmosphäre. Die Fasern können in allen Garnfarben und mit strukturierten Mustern bis hin zu gegenständlichen Darstellungen wie beispielsweise Blumen gewebt werden.

Erhalt, Pflege und Reinigung

Das Aussehen und die Wirkung von Velours sind von der Bewegungsfähigkeit der Fasern abhängig. Waschmittel und Reinigungsmittel führen schnell zum "Verkleben" und lange Fasern neigen zum Brechen. Veloursoberflächen werden schonend mit kaltem Wasser, von Hand und mit einer weichen Wurzelbürste gereinigt. Textilgewebe lassen sich, nach Herstellerangabe, mit bis zu dreißig Grad als Feinwäsche in der Waschmaschine waschen. Schmierstoffe entwickelnde Reinigungsmittel wie Seifen sind nicht geeignet.


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